High Definition Fernsehgeräte 

Das wichtigste Gerät für HDTV ist der Fernseher. Er macht die brillanten Bilder erst sichtbar. Die modernen Flach-Bild-TVs sind fast ausschließlich schon für die Wiedergabe von hoch auflösenden Inhalten geeignet. Die Logos „HD ready“ und „HD ready 1080p“ bestätigen dies. Geräte mit dem „HD ready“-Logo oder dem „HD ready 1080p“-Logo bringen alle Voraussetzungen mit, um mit einem externen HDTV-Empfangsteil (Set-Top-Box) wiederzugeben. Hat das Gerät ein HDTV-Logo, ist der HDTV-Empfänger bereits integriert.


LCD oder Plasma?


Diese Frage beschäftigt TV-Käufer seit es Flachbildschirme gibt. Bis heute lässt sich keine allgemein gültige Antwort darauf geben. Es kommt, wie so oft, darauf an. LCD-Fernseher benutzen flüssige Kristalle, die wie eine Jalousie vor den einzelnen Bildpunkten das Licht einer Hintergrundbeleuchtung abdunkleln oder durchlassen. Die Technik ist in Computer-Monitoren millionenfach bewährt und sorgt auch in taghellen Wohnzimmern für brillante Bilder. Kinderkrankheiten wie verwischte Bilder bei schnellen Bewegungen haben die Hersteller inzwischen auskuriert. Dafür stellen dunkle Szenen für ein Flüssigkristall Display (Liquid Crystal Display) noch immer eine Herausforderung dar: Wenn das Hintergrundlicht zu sehr durchschimmert, sehen schwarze Bildbereiche grau und verwaschen aus. Mit einer automatischen Helligkeitsregelung oder LED-Beleuchtung, die in dunklen Bildbereichen gedimmt wird, lässt sich die Schwarzwiedergabe verbessern. Hier lohnt es sich, die Bildqualität der Geräte beim Fachhändler zu vergleichen – und genau hinzuschauen, denn im neonhellen Verkaufsraum sind die Unterschiede in der Schwarzwiedergabe nicht immer leicht zu erkennen.

Plasma-Fernseher brauchen keine Hintergrundbeleuchtung, ihre Pixel strahlen selbst: Ein Gasgemisch wird elektrisch gezündet und bringt farbiges Phosphor zum Leuchten. Auf manche Menschen wirkt das Bild, das dabei entsteht, natürlicher als die Anzeige auf LCD-Schirmen – vielleicht, weil es eher an einen klassischen Röhren-TV erinnert. Der Stromverbrauch von Plasma-Geräten lässt sich kaum mit den Angaben zu LCD-Fernsehern vergleichen. Weil der Energiebebedarf der Plasma-Zellen von der benötigten Helligkeit abhängt, schwankt die Stromaufnahme während des laufenden Programms. Modelle mit voller HD-Auflösung (Full HD, 1920 x 1080 Pixel) brauchen mehr Strom als einfache „HD ready“-Geräte. Die Hersteller versuchen diesem prinzipiellen Nachteil mit neuen, besonders energieeffizienten Plasma-Panels zu begegnen. Unterm Strich sollte aber nie die Display-Technik den Ausschlag zum Kauf geben, sondern stets die Summe aller Eigenschaften.


Beamer

Als Alternative zu den flachen TV-Geräten gibt es die so genannten Beamer, Projektionsgeräte, die das Bild auf eine Leinwand projizieren. Auch mit Beamern lassen sich hoch auflösende Bilder darstellen. Entsprechend verfügen sie auch über die Logos „HD ready“ oder „HD ready 1080“. Der Beamer benötigt eine „freie“ Sicht zur Leinwand, damit das Bild komplett abgebildet werden kann. Bei der Installation ist auch zu beachten, dass Personen oder Tiere, die durch den Lichtstrahl laufen, stören. Je nach Anforderung an das Heimkino kann der Einsatz eines Beamers, beispielsweise an der Decke montiert vorteilhafter sein als die Verwendung von Flachbild-TVs.

Die Größenfrage


Der Blick ins Händler-Regal zeigt deutlich: Fernseher werden größer. Galten früher 70 Zentimeter Bilddiagonale als beliebtestes Wohnzimmer-Format, so misst heute der typische TV-Schirm gut 94 cm – oder 37 Zoll, wie der Fachmann sagt. Zoll-Angaben für die Bildschirmgröße haben sich international durchgesetzt, sind für viele Kunden aber ungewohnt. Wer umrechnen möchte: Der Wert in Zoll mal 2,54 ergibt die Bilddiagonale in Zentimetern. Anders als im Röhren-Zeitalter, als Bildschirme meist das Seitenverhältnis 4:3 (sprich: vier zu drei) hatten, herrscht mittlerweile das Breitbild-Format 16:9 vor. Es lässt die Balken verschwinden; oder bei Spielfilmen zumindest schmaler werden. Dafür füllen historische Programme, die in 4:3 gesendet werden, den Schirm nicht mehr aus. Zoom-Funktionen im TV vergrößern auf Wunsch den Bildinhalt und lassen solche Balken verschwinden. Zum Teil wird dabei der Bildinhalt verzerrt. Ein so genanntes 14:9-Zoom ist dann häufig ein guter Kompromiss. Ganz neu sind Geräte im Seitenverhältnis 21:9. Sie zeigen Hollywood-Blockbuster in Cinemascope bildschirmfüllend, stellen dafür aber ungezoomtes 16:9-Programm mit Balken dar.


Anschlüsse

Gut ausgestattete Fernseher oder Beamer warten mit einer ganzen Reihe an Bild- und Tonanschlüssen auf. Die wichtigste Schnittstelle im Digitalzeitalter ist dabei HDMI. Das High Definition Multimedia Interface HDMI dient nicht nur zum Anschluss eines DVD- oder Blu-ray-Players, über diese Buchse gelangen auch HDTV-Programme per Set-Top-Box auf den Fernseher – oder hoch auflösende Videogames von einer Spielkonsole. Zwei HDMI-Anschlüsse sollte der Fernseher daher mindestens haben, besser sind drei oder vier. Ein HDMI-Port an der Front oder Gehäuseseite erleichtert den Anschluss eines HD-Camcorders. Oft ist dort zusätzlich auch eine USB-Buchse für Digitalkameras oder Speichersticks zu finden. Analogbuchsen stellen die Verbindung zu älteren Geräten her. Meist kommt dabei der Euro-AV-Anschluss zum Einsatz. Hat der TV mehrere davon, liefert AV 1 in der Regel die beste Bildqualität. Geräte, die so genannte RGB-Signale anbieten, wie DVD-Player oder Set-Top-Boxen, sollten dort angeschlossen werden. Noch bessere Qualität erlaubt ein Komponenten-Eingang, auch YUV genannt, den aber nicht alle Fernseher mitbringen. Auch kann es passieren, dass angeschlossene Geräte ein kopiergeschütztes Programm auf analogem Wege gar nicht ausgeben. Im Zweifelsfall hilft der Fachhändler.

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